Reduzierte Impfantwort nach SARS-CoV-2-Impfung bei Transplantierten und Umgang bei Organspende nach VITT

Wie sieht es bei der Impfantwort bei Organtransplantierten aus? Hierzu liegen nun erste Analysen vor und bislang zeigt sich, dass nach der ersten Impfung beziehungsweise auch nach der Zweitgabe eines Impfstoffes Organtransplantierte eine deutlich geringere Immunantwort zeigen, was die Antikörperbildung angeht. Zur T-Zell-Immunität liegen dem DTG-Vorstand bisher überwiegend unpublizierte Daten vor die ebenfalls eine im Vergleich zum Gesunden eine verringerte, aber vorhandene Immunantwort zeigen.

SARS-CoV-2-Impfstrategie für Dialysepatienten nicht ausreichend?

Hämodialyse-Patienten haben generell bei Infektionen ein erhöhtes Komplikationsrisiko, so auch bei COVID‐19. Die Möglichkeit der SARS‐CoV‐2-Impfung hat bei Ärzten und Patienten für große Erleichterung gesorgt, jedoch bleiben Fragen offen. Eine Studie zeigte, dass gerade ältere Hämodialysepatienten deutlich niedrigere Antikörper-Spiegel entwickeln als jüngere bzw. gesunde Kontrollpersonen. Was das für die künftige Impfstrategie bedeuten kann, muss nun dringend weiter untersucht werden.

Neuer DSO-Jahresbericht 2020

​​Der Jahresbericht „Organspende und Transplantation in Deutschland 2020“ ist erschienen und kann auf www.dso.de​ in gedruckter Form bestellt oder als PDF-Version heruntergeladen werden. In dem Bericht sind die maßgeblichen Statistiken für das vergangene Jahr zusammengefasst und in Grafiken dargestellt. Die Daten beziehen sich sowohl auf bundesweite als auch regionale Entwicklungen. Zudem bietet die Publikation einen Überblick der Organisationen, die an der Gemeinschaftsaufgabe Organspende beteiligt sind und beschreibt die gesetzlichen und finanziellen Rahmenbedingungen.

Leben über Kreuz (Arte, verfügbar bis 10.04.2021)

Die biederen Kempes und die hippen Blumbergs scheinen nichts gemein zu haben. Doch Caren Blumberg und Jan Kempe sind beide schwer nierenkrank und warten auf eine Spenderniere. Als ihr gemeinsamer Facharzt erkennt, dass eine Spende zwischen den beiden Familien möglich wäre, keimt Hoffnung auf … – Von den Höhen und Tiefen, die mit Organspenden verknüpft sind.

Zur Ethik der Crossover-Nierenspende

Dr. Philippe van Basshuysen, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Leibniz Universität Hannover: Aus ethischer und gesundheitsökonomischer Sicht sollte Deutschland sein Transplantationsgesetz ergänzen, um Crossover-Nierenspenden zu ermöglichen, die bereits in vielen Ländern durchgeführt werden. In der Zwischenzeit könnten „persönliche“ Crossover-Spenden gefördert werden.

Neue Initiative für Crossover-Nierenspenden in Deutschland

In Deutschland stammen etwa 30 Prozent aller transplantierten Nieren von einem lebenden Spender. Die Spendernieren gehen an Empfänger, die nahe mit dem Spender verwandt sind. Bereitwillige Spender sind aber oft inkompatibel mit ihren verwandten Patienten. In diesen Fällen sind direkte Transplantationen unmöglich.

Die Überkreuz-Nierenlebendspende als Chance

Meine Tochter ist seit 20 Jahren nierentransplantiert. 1995 bekam sie die Niere ihres Vaters, die bis 2013 sehr gut gearbeitet hat. Dann wurde das Organ allmählich schlechter, bis unsere Tochter im Januar 2015 schließlich dialysepflichtig wurde. Zum Glück erklärte sich meine Schwägerin zu einer Lebendspende bereit.