Diabetologie

Die chronische Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus, auch Zuckerkrankheit genannt führt dauerhaft zu einer Erhöhung der Zuckerspiegel im Blut führt. Ist die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) nicht in der Lage, ausreichend Insulin zu bilden, bzw. ist das gebildete Insulin nicht richtig wirksam, so verbleibt der Zucker im Blut, d.h. der Blutzuckerspiegel ist dauerhaft erhöht.

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Es gibt zwei Typen

  • Typ-1-Diabetes tritt häufig bereits im Kindes- und Jugendalter auf
  • Typ-2-Diabetes, der sich in der Regel bei Übergewicht und erst im fortgeschrittenen Alter einstellt (daher kommt die umgangssprachliche Bezeichnung Altersdiabetes)
  • Hinzukommen weitere eher sehr seltene Diabetesformen

Klassische Anzeichen bei Nichtbehandlung

  • vermehrtes Wasserlassen (Polyurie)
  • vermehrter Durst (Polydipsie)
  • Übersäuerung (Ketoazidose)
  • Gewichtsverlust

Arten der Insulintherapie

  • Intensivierte Insulintherapie
    Übliche Therapie bei Menschen mit Typ-1-Diabetes. Bei der intensivierten Insulintherapie (intensified conventional insulin therapy – ICT) spritzt sich der Patient selbst mit einem sogenannten Insulin-Pen ein- oder mehrmals täglich entweder ein Verzögerungsinsulin oder langwirkendes Insulinanalogon.
  • Insulinpumpentherapie
    Bei Kindern und Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes ist die Insulinpumpentherapie mittlerweile nahezu Standard. Programmierbare Pumpen ermöglichen eine bessere und feinere Dosierung des Insulins. Die Insulinpumpe gibt über den Tag und die Nacht verteilt den Insulin-Grundbedarf kontinuierlich ab. Ein zusätzlicher Insulinbedarf zu den Mahlzeiten kann nach eigener Berechnung per Knopfdruck abgerufen werden. Die Insulinpumpentherapie wird teilweise auch mit einer kontinuierlichen Glukosemessung (Continuous Glucose Measurement- CGM) kombiniert. Derzeit bringt die Insulinpumpentherapie (noch) nicht für jeden Typ-1-Diabetiker Vorteile.

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Ein paar Zahlen (Quelle: Deutsche Diabetes Hilfe)

  • Aktuell gibt es in Deutschland circa acht Millionen Menschen mit Diabetes (plus einer Dunkelziffer von schätzungsweise zwei Millionen Menschen, die noch nichts von ihrer Erkrankung ahnen).
  • Jedes Jahr kommen über 600.000 Neuerkrankungen hinzu – das entspricht 1600 Neuerkrankungen pro Tag. Wenn diese Entwicklung so weiterläuft, werden es 2040 bis zu zwölf Millionen an Diabetes erkrankte Menschen sein.
  • Von dem Typ-1-Diabetes sind deutschlandweit 341.000 Menschen betroffen, darunter rund 32.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Jedes Jahr erkranken etwa 3100 Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre am Typ-1-Diabetes – die Steigerungsrate liegt aktuell bei jährlich drei bis fünf Prozent. Pro Jahr erkranken derzeit 4150 Erwachsene am Typ-1-Diabetes.
  • 95 % der Betroffenen haben einen Typ-2-Diabetes. Im Schnitt leben die Betroffenen acht Jahre mit einem unentdeckten Diabetes bis zur ersten Diagnose. Das Durchschnittsalter bei Typ-2-Diabetes-Diagnose liegt bei den Männern bei 61 Jahren, bei Frauen bei 63 Jahren.

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